Konzert Tipp: Denis Gäbel Quartett in Worms

Liebe Friends,

Ein Tipp für ein wirklich tolles und günstiges Konzert mit einer super Besetzung,  ich bin mit einigen Friends da und hoffe, dass ich dort noch viele andere Friends treffe.

Ich wünsche allen Friends und dem gesamten Enjoy Jazz Team frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2019

Liebe Grüße aus Ladenburg

Frank

Denis Gäbel Quartett am 10.01.2019 in Worms

Einlass ab 19 Uhr
Konzertbeginn um 20 Uhr
Veranstaltungsort:
Oberes Foyer im Wormser Theater
Rathenausstraße 11
67547 Worms
Telefon: 06241-2000-420
Eintritt: 16 Euro, ermäßigt für Schüler/Studenten 8 Euro
Tickets sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich

 

M. Brandt über Archie Shepp und Jason Moran

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 50/2018 und wurde mir von Bert zugesendet.

Ein Konzert des legendären Saxofonisten Archie Shepp im Duo mit dem nicht minder großartigen Pianisten Jason Moran im November. Die Idee, diese beiden zusammenzuführen, hatten die feinen Menschen vom Enjoy-Jazz-Festival. Rainer Kern, der Leiter, liebt seine Musiker aufrichtig, und, fast noch besser, sie lieben ihn zurück und folgen seinen Vorschlägen gerne. Eine bessere Methode, eine künstlerische Institution zu leiten, ist noch nicht erfunden worden. Wenn man zu seinen Idolen pilgert, wie ich in diesem Fall, ist das ja immer mit dem Risiko behaftet, eine Enttäuschung zu erleben. Weil sie der Erwartung, die man an sie stellt, dann möglicherweise nicht entsprechen. Was übrigens ihr gutes Recht wäre – sie haben schließlich nicht darum gebeten, zu Idolen gemacht zu werden.
Archie Shepp, mittlerweile 81 Jahre alt, betrat die Bühne schweren Schrittes und hellwach. Ein großer Styler ist er, an jenem Abend in einen braunen Nadelstreifen-Dreiteiler gekleidet, weißes Hemd, lachsfarbene Krawatte, Borsalino auf dem Kopf, alles tipptopp. Er organisierte erst einmal seinen Arbeitsplatz, und zwar auf die Art, wie man es in dem Alter eben tut, wenn man mit zwei Saxofonen, Setlist, einem Handtuch und diversen Wasserflaschen zurechtzukommen hat: sehr ruhig. Sein halb so alter Duopartner Jason Moran saß derweil schon am Flügel und beobachtete den Kollegen, immer sprungbereit, ihm zu assistieren. Wenn man wissen will, wie das geht, die Sache mit den Generationen, sollte man sich diese Jazzer anschauen. Wie organisch bei denen Fürsorge, Respekt, Humor und Ablösung nebeneinanderstehen.
Shepp ist einer meiner Helden, seit ich mit fünfzehn eines Nachmittags bei meinem Bruder ein paar Jazzplatten entdeckt hatte, darunter Shepps Album Four for Trane. Nachdem ich sie auf meinem Mister-Hit-Monoplattenspieler durchgehört hatte, war mein Leben ein anderes. Lange saß ich noch da und betrachtete die Cover mit den kubistischen Gemälden oder den Schwarz-Weiß-Porträts, die so aussahen, als stammten sie aus einem der Lino-Ventura-Krimis, die ich manchmal nachts heimlich schaute. Eine andere, erwachsenere Welt eröffnete sich mir da als die, welche die psychedelischen Bilder auf den Progrock-Alben vermittelten, die ich bis dahin gehört hatte. Der erste Titel des Abends, Wise One, war eine John-Coltrane-Komposition. Der Mann hat noch mit Coltrane gespielt, wurde mir erneut klar, nicht zu glauben. Ich fiel in diesen vollen, warmen, hauchigen Saxofonsound, ließ mich mit den Klavierlinien treiben, vertraute und überließ mich den beiden auf der Bühne vom ersten Ton an. Um den Bogen zu meiner anfangs geschilderten Idolisierung zu schlagen: Ich wurde vollkommen ruhig und erwartungsfrei. Auf der Setlist standen einige Standards, Lush Life und Round Midnight zum Beispiel, aber auch Gospeltitel und zwei Nummern von Fats Waller, den Archies Mutter so liebte. Shepps Stimme war kraftvoll, zart und schön. Angeraut von einem neugierig gelebten Leben. Es war die persönliche, unbestechliche Musik zweier Menschen, die auf der Bühne bei sich und beieinander waren. Und das ließ im Zuhören auch mich zu mir selbst finden. Etwas Besseres hätte mir in diesem Jahr nicht passieren können.

Wenig los auf unserer schönen Friends Seite

Hallo liebe Friends,
Wenig los auf unserer schönen Internetseite deshalb möchte ich euch heute gerne einmal eine meiner Lieblings Platten vorstellen und würde mich wirklich sehr freuen wenn jeder von euch mir auch einmal eine seiner Lieblings Platten hier einstellt dann wird die Seite auch mal genutzt und ich muss mir die nächsten Tage nicht eine Überdosis an Weihnachtliedern anhören.

Vielen Lieben Dank, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Frank aus Ladenburg

Centipede – Septober Energy
Ich habe wirklich nur sehr wenige Platten gehört die so einen unglaublichen Drive wie diese geniale Aufnahme haben.

Auszug aus Wikipedia:
Septober Energy ist ein genre-übergreifendes Studioalbum, das Keith Tippett mit seinem Ensemble Centipede an drei Tagen im Juni 1971 einspielte. Produzent war Robert Fripp, der eigentlich – wie bei den Konzerten zuvor – auch als Gitarrist mitspielen sollte, aber bei den Aufnahmen so beschäftigt war, das er keine Gelegenheit zum Einsteigen fand .Nachdem Centipede bereits einige Konzerte absolviert hatte, erhielt Tippett einen Plattenvertrag von RCA. Mit dem gut eingespielten Ensemble spielte er für deren experimentelles Sublabel Neon die Suite Septober Energy ein. Dabei entstand eine „Musik von unglaublicher Weite“Die Suite bestand aus einer Vielzahl kleinerer Stücke, die jedoch auf dem Album nicht getrennt angezeigt wurden; vielmehr wurden formale Einheiten gebildet, die jeweils über eine ganze Plattenseite gingen. „Die Idee einer panstilistischen Musik auf die Spitze treibend“ (Ekkehard Jost), umfasst das Werk sowohl Free Jazz als auch Rockmusik-Passagen. Es enthält „Lieder und Hymnen, teils romantischen, teils politischen programmatischen Charakters“ ebenso wie an Ligeti erinnernde „Klangflächen-Strukturen und Modaljazz-Improvisationen“ sowie „choralartige Bläsersätze und vokale Afrikanismen. Dominierende Gestaltungsprinzipien sind Ostinati jedweder Provenienz sowie … langphasige SteigerungsanlagenEin erratischer, monumentaler Findling stand da plötzlich in der musikalischen Landschaft, schließlich war die Musik von Keith Tippett und seiner Großformation Centepede vom konventionellen Big Band-Sound mindestens ebenso weit entfernt wie von dem anderen, weit berühmteren weißen Doppelalbum der Popgeschichte.“[4]. Arte würdigte das Album als „eine schwergewichtige Jahrhundertaufnahme“ und „ein Kollektiverlebnis von außergewöhnlicher Intensität“. Billboard empfahl das Album 1974 und stellte heraus, dass es „eine Anzahl schöner Soli in jeder Kategorie“ umfassen würde.Von einem Großteil des Publikums und auch einem Teil der Kritik wurde die Musik von Centipede jedoch nicht verstanden und als verfehltes Experiment interpretiert. „Als das Album veröffentlicht wurde, hagelte es Kritik – was bis zu den CD-Wiederveröffentlichungen … so geblieben ist“. Beispielsweise ist für Ekkehard Jost das Album „ein recht widersprüchliches Werk.“ Für ihn stehen die verschiedenen „Elemente einer pluralistischen Musikkultur … relativ beziehungslos nebeneinander“, ohne dass eine „wechselseitige Durchdringung“ stattfände: „Das Ganze ist in diesem Fall kaum mehr als die Summe seiner Teile.“ [3]
Für die Jazzthetik klingt das Orchester „wie ein Duke Ellington-Orchester zu Zeiten der Carnegie-Hall-Konzerte“, wobei allerdings scheinbar „eine Hälfte der Musiker auf einem LSD-Trip und die andere in einer Urschrei-Therapie“ wäre. „Auf den vier »Movements« von Septober Energy ist alles Mögliche und Unmögliche zu hören – und das ist das Verdienst dieses Albums. Es hat die Hörkonventionen eines Teils seiner Zeitgenossen erweitert.“[7] Beispielsweise stellte für Mike Oldfield das Album eine maßgebliche Inspiration für seine Tubular Bells dar.[8]
Die Kritiker Richard Cook und Brian Morton bezeichneten das Werk im Penguin Guide to Jazz Recordings als „ein Meisterwerk oder ein Durcheinander, je nach persönlicher Meinung. Die Vision Tippetts eines gewaltigen Free Jazz-Ensembles, das die Spontaneität einer kleineren Formation haben sollte, funktioniere zwar nicht richtig, aber das Ganze sei auf seine Weise eine großartige Leistung“. Es sei nach Meinung der Autoren zwar „inzwischen unanhörbar und ein Album, über das mehr gesprochen würde, als dass es gehört würde, das aber als einzigartiger Augenblick in der modernen britischen Musik in Ehren gehalten würde

Suche 2 Karten für Lizz Wright am 18.04. in der Feuerwache

Hallo Liebe Friends,
habe leider den Kartenvorverkauf von Lizz Wright am 18.04 verschlafen und habe nun keine Tickets mehr bekommen.
Falls jemand Karten hat und an dem Termin verhindert ist oder seine Karten abgeben möchte ich würde mich sehr freuen, wenn ich jemandem zwei Karten abkaufen dürfte.
Vielen Dank und liebe Grüße
Frank