Bobo Stenson Trio CD „Contra la indecision“ ECM Label

Habe  zu der zu CD, reinhören und genießen ist zu empfehlen, einen passenden sehr schönen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung gefunden.

Unter dem Link auch im Orginal zu lesen:   https://www.sueddeutsche.de/kultur/skandinavischer-jazz-geht-ein-seehund-auf-zehenspitzen-1.3840644

Liebe Grüße Dirk

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25. Januar 2018
Skandinavischer Jazz
Geht ein Seehund auf Zehenspitzen
Bob Stenson

Agent einer kühlen, ruhigen Tiefe: Der Pianist Bobo Stenson.

Der einzigartige Pianist Bobo Stenson verströmt seit Jahrzehnten eine kühle, ruhige Tiefe. Das neue Album seines Trios zeigt, wie sich etwas Schweres in etwas scheinbar Leichtes verwandeln lässt.

Von Thomas Steinfeld

Ein wenig unentschieden ist das Meer vor der schwedischen Westküste, nicht mehr Ostsee, aber noch nicht Atlantik, meist zivil, aber doch zu heftigen Ausbrüchen fähig. Dort, auf den Schären vor Göteborg, lebt der Kontrabassist Anders Jormin. Er unterhält offenbar ein inniges Verhältnis zu diesem Gewässer, innig genug jedenfalls, dass er ihm eine Komposition widmete: „Oktoberhavet“ („das Oktobermeer“). Es beginnt mit einem leise gespielten, zwar durchgehaltenen, aber von kleinen Einwürfen unterbrochenen Rhythmus auf dem Schlagzeug. Ein leichter Wind scheint aufgekommen zu sein, hin und wieder wirft sich eine Möwe hinein. Dann setzt das Piano ein, mit wellenförmig hin- und herfließenden Akkorden, deren Mitte ein schweres, schlichtes a-Moll bildet.

Und dann – gibt es nicht Seehunde auf diesen Schären? Und hätten nicht Seehunde, wenn man sie aufrecht stellen könnte, einige Ähnlichkeit mit einem Kontrabass, mit ihren kleinen Köpfen, runden Bäuchen und kurzen Extremitäten? Der Kontrabass beginnt also mit einer Melodie im Sechsachteltakt, nah am Griffbrett gestrichen, und sie ist so zart und beschwingt, als käme da ein Seehund (und was für einer: ein dicker Bursche) aufrecht und auf Zehenspitzen über den Strand gewackelt.

Seit vier Jahrzehnten gibt es das Trio des schwedischen Pianisten Bobo Stenson. Seit fast drei Jahrzehnten spielt darin Anders Jormin den Bass, ein Virtuose mit einer engen Bindung nicht nur an die Tradition des Jazz, sondern auch an die nordische Volksmusik. Die Schlagzeuger wechselten häufiger: Zuerst war da der Norweger Jon Christensen, dann der Amerikaner Paul Motian, seit 2004 rührt Jon Fält gelegentlich an Trommeln und Becken – oft tut er es tatsächlich kaum mehr. Allen drei Schlagzeugern ist gemein, dass man sich bei ihnen den Takt eher denken muss, als dass man ihn vorgespielt bekommt. Überhaupt gilt für diese Gruppe, dass sie den Rhythmus, wenn sie ihn denn spielen will, wie aus weiter Ferne herbeizuholen scheint, so, als müsse man sich an ihn erinnern. Dann verliert er sich auch wieder und lässt nur noch einen Puls zurück, während die Melodie gegenwärtig bleibt. Und ist es nicht allgemein so, dass man sich leichter an eine Melodie erinnert als an einen Rhythmus, wenn auch ungenau, tastend?

Sechs Jahre ist es her, dass Bobo Stenson mit seinem Trio zuletzt ein Album veröffentlichte. „Indicum“ hieß es, und von den zwölf kleinen Werken darauf stammten sieben von fremden Autoren, darunter ein Stück von Bill Evans und eines von Carl Nielsen, dem dänischen Komponisten der vorvorigen Jahrhundertwende. Nun gibt es ein neues Album desselben Ensembles, und wieder scheint sich die Erinnerung über Werke zu beugen, die auf ihren eigenen Wegen zu diesen Musikern gefunden haben: Eine kleine Komposition von Béla Bartok enthält das neue Album, eine von Erik Satie, eine von Frederic Mompou, und weil das beinahe schon zu viel späte Klassik ist, kommt auch ein Werk des kubanischen Liedermachers Silvio Rodríguez hinzu. Letzteres gibt dem Album auch den Titel: „Contra la indecisión“ („Gegen die Unentschiedenheit“, ECM Records).
Skandinavischer Jazz, das hieß seit den Sechzigern: weniger Blues und mehr Spätromantik

Hört man die Alben nacheinander, fällt auf, wie sich der stets zurückhaltende Pianist Bobo Stenson in der Zwischenzeit immer noch weiter zurückgenommen hat: Es ist, als wollte er sich die Kompositionen, die fremden wie die eigenen, gar nicht wirklich für sich selbst haben, sondern sie als etwas Unverfügbares behandeln – als wollte er sie gleichsam nur ausleihen. Oder als hätte er sich Marcel Prousts Theorie der Erinnerung angeeignet, um sie auf die Musik anzuwenden, in einem Versuch, die „unablässige Bewegung, die uns fortträgt, zu verlangsamen, ja aufzuhalten“, wissend, dass die gewollte Erinnerung wie ein schlechter Maler ist, der stets in „konventionellen und immergleichen Farbtönen“ malt.

So kommt es, dass Béla Bartóks „Hochzeitslied aus Poniky“ (1917) kaum nach slowakischer Volksmusik klingt, auch nicht nach Chor mit Klavierbegleitung, sondern zunächst nach Erik Satie, wie dieser allein am Piano sitzt – und sich ganz auf die Melodie konzentriert. Dagegen verwandelt sich Saties „Élégie“ (1886) nach einer Exposition, die sich ebenfalls ganz auf die Melodie konzentriert, allmählich in einen Jazzstandard, der von Bill Evans hätte stammen können – wie überhaupt der amerikanische Pianist mit seinen langen Melodielinien das wichtigste Vorbild für diese Musik zu bilden scheint (einschließlich der Selbständigkeit, die Bill Evans seinem Bassisten Scott LaFaro gewährte).

Auch aus Silvio Rodríguez‘ Kampfballade ist eine lange, gewundene Linie geworden, von der sich das Klavier in seinem Solo kaum entfernt, bevor das kleine Werk am Ende in einem Ritardando verhallt – so „entschlossen“, wie der Titel des Stücks ankündigt, wirkt es in dieser Darbietung durchaus nicht, wozu auch gehört, dass die Melodie sich in keiner Wiederholung gleich bleibt. Sie durchläuft Wandlungen, sie schillert in verschiedenen Farben, auch sie ist eine Erinnerung an eine „nie gekannte Fremde“ (Marcel Proust).

Mit Bobo Stenson, einem klassisch geschulten Pianisten, sowie mit einigen anderen Musikern hatte Mitte der Sechziger der skandinavischen Spielart des Jazz begonnen. Sie entstand aus der Begegnung mit Amerikanern, die sich für einige Zeit im europäischen Norden niedergelassen hatten. Skandinavischer Jazz, das hieß: weniger Blues und mehr Spätromantik, weniger Groove und mehr offene Intervalle (was etwas mit der nordischen Volksmusik zu tun hat), weniger offensive Seelensuche und mehr Stille.

In diesem Sinne, als Kontrast oder als Agent einer kühlen, ruhigen Tiefe, fungierte Bobo Stenson im Ensemble des amerikanischen Saxofonisten Charles Lloyd, dem er elf Jahre, von 1988 bis 1999, angehörte. In den Jahren bis heute entwickelte er, unter anderem in einem Ensemble mit dem polnischen Trompeter Tomasz Stanko, diese Spielweise weiter. Bobo Stenson ist jetzt 73 Jahre alt. Immer wusste er Töne so zu spielen, als müssten erst noch Gestalt gewinnen. Allmählich jedoch erreicht er die Kunst, sie erklingen zu lassen, auch wenn sie gar nicht intoniert werden. Keinen Pianisten gibt es, der so spielte.

Auf den Fotos, die im Begleitheft zum neuen Album reproduziert sind, sieht man das Bobo Stenson Trio bei den Aufnahmen. Es gibt, anders als bei den meisten Einspielungen im Studio, keine Stellwände zwischen den Musikern. Sie tragen nicht einmal Kopfhörer, sondern scheinen einander direkt zuzuhören. Tatsächlich hört sich das Album an, als hätte es eine solche Gemeinsamkeit des Musizierens gegeben.

Denn so viel Behutsamkeit Bobo Stenson gegenüber den Kompositionen walten lässt, so viel Achtung erweist er seinen beiden Mitspielern. So wandern die Melodien hin und her, vom Bass zum Schlagzeug und vom Schlagzeug zum Piano. Es ist viel Luft dazwischen, ohne dass die Musik an Intensität verlöre. Und dann gibt es ein Stück namens „Three Shades of a House“, ein Werk Anders Jormins (der für vier der sechs Eigenkompositionen steht). Der Bassist beginnt das Stück allein, mit einer Sequenz aus natürlichen Flageoletts, die er sich aus einem Stück des amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius borgt („Portrait of Tracy“, 1976). Noch einmal tritt hier der Seehund auf. Dieses Mal kullert er zum Meer hinunter, um dann erstaunlich graziös wieder auf seinen Felsen zurückzuplatschen.

Liebe Friends Bill Evans Seven Classic Albums bei Mediamarkt

Hallo zusammen
habe mir letzte Woche im Mediamarkt HD Rohrbach eine CD Box 4CD „Bill Evans Seven Classic Albums“ für ca. 10€ ??? gekauft. Ich kann nur sagen echt schöne Aufnahmen aus den Jahren 1956-1961. Ein genuß ist der Altmeister Paul Motion am Schlagzeug. Eine Musik für den Nachmittag mit einem Buch zum lesen oder einfach nur so mit guten Jazzfreunden zum abhängen oder nur für sich allein :-)).

PS: Im Mediamrkt HD Kirchheim ist die Jazz-CD Abteilung nicht mehr präsent!! Im Saturn in Mannheim ist noch einiges mehr  an Interpreten /Plattenlabel vertreten als in HD  Rorbach. Die in Rohrbach sind aber ganz fit und besorgen dir deine CD’s aber in kurzer Zeit und benachrichtigen dich meist Per SMS !!! ganz zuverlässlich. Meine geliebte Charlie Haden & Brad Mehldau „Long Ago and Far Away“ konnte ich nach 2 Tagen  warten nach Hause tragen.
Ich wünsche euch eine guten Rutsch ins neue Jahr
Dirk v. M.M.

M. Brandt über Archie Shepp und Jason Moran

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 50/2018 und wurde mir von Bert zugesendet.

Ein Konzert des legendären Saxofonisten Archie Shepp im Duo mit dem nicht minder großartigen Pianisten Jason Moran im November. Die Idee, diese beiden zusammenzuführen, hatten die feinen Menschen vom Enjoy-Jazz-Festival. Rainer Kern, der Leiter, liebt seine Musiker aufrichtig, und, fast noch besser, sie lieben ihn zurück und folgen seinen Vorschlägen gerne. Eine bessere Methode, eine künstlerische Institution zu leiten, ist noch nicht erfunden worden. Wenn man zu seinen Idolen pilgert, wie ich in diesem Fall, ist das ja immer mit dem Risiko behaftet, eine Enttäuschung zu erleben. Weil sie der Erwartung, die man an sie stellt, dann möglicherweise nicht entsprechen. Was übrigens ihr gutes Recht wäre – sie haben schließlich nicht darum gebeten, zu Idolen gemacht zu werden.
Archie Shepp, mittlerweile 81 Jahre alt, betrat die Bühne schweren Schrittes und hellwach. Ein großer Styler ist er, an jenem Abend in einen braunen Nadelstreifen-Dreiteiler gekleidet, weißes Hemd, lachsfarbene Krawatte, Borsalino auf dem Kopf, alles tipptopp. Er organisierte erst einmal seinen Arbeitsplatz, und zwar auf die Art, wie man es in dem Alter eben tut, wenn man mit zwei Saxofonen, Setlist, einem Handtuch und diversen Wasserflaschen zurechtzukommen hat: sehr ruhig. Sein halb so alter Duopartner Jason Moran saß derweil schon am Flügel und beobachtete den Kollegen, immer sprungbereit, ihm zu assistieren. Wenn man wissen will, wie das geht, die Sache mit den Generationen, sollte man sich diese Jazzer anschauen. Wie organisch bei denen Fürsorge, Respekt, Humor und Ablösung nebeneinanderstehen.
Shepp ist einer meiner Helden, seit ich mit fünfzehn eines Nachmittags bei meinem Bruder ein paar Jazzplatten entdeckt hatte, darunter Shepps Album Four for Trane. Nachdem ich sie auf meinem Mister-Hit-Monoplattenspieler durchgehört hatte, war mein Leben ein anderes. Lange saß ich noch da und betrachtete die Cover mit den kubistischen Gemälden oder den Schwarz-Weiß-Porträts, die so aussahen, als stammten sie aus einem der Lino-Ventura-Krimis, die ich manchmal nachts heimlich schaute. Eine andere, erwachsenere Welt eröffnete sich mir da als die, welche die psychedelischen Bilder auf den Progrock-Alben vermittelten, die ich bis dahin gehört hatte. Der erste Titel des Abends, Wise One, war eine John-Coltrane-Komposition. Der Mann hat noch mit Coltrane gespielt, wurde mir erneut klar, nicht zu glauben. Ich fiel in diesen vollen, warmen, hauchigen Saxofonsound, ließ mich mit den Klavierlinien treiben, vertraute und überließ mich den beiden auf der Bühne vom ersten Ton an. Um den Bogen zu meiner anfangs geschilderten Idolisierung zu schlagen: Ich wurde vollkommen ruhig und erwartungsfrei. Auf der Setlist standen einige Standards, Lush Life und Round Midnight zum Beispiel, aber auch Gospeltitel und zwei Nummern von Fats Waller, den Archies Mutter so liebte. Shepps Stimme war kraftvoll, zart und schön. Angeraut von einem neugierig gelebten Leben. Es war die persönliche, unbestechliche Musik zweier Menschen, die auf der Bühne bei sich und beieinander waren. Und das ließ im Zuhören auch mich zu mir selbst finden. Etwas Besseres hätte mir in diesem Jahr nicht passieren können.

Wenig los auf unserer schönen Friends Seite

Hallo liebe Friends,
Wenig los auf unserer schönen Internetseite deshalb möchte ich euch heute gerne einmal eine meiner Lieblings Platten vorstellen und würde mich wirklich sehr freuen wenn jeder von euch mir auch einmal eine seiner Lieblings Platten hier einstellt dann wird die Seite auch mal genutzt und ich muss mir die nächsten Tage nicht eine Überdosis an Weihnachtliedern anhören.

Vielen Lieben Dank, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Frank aus Ladenburg

Centipede – Septober Energy
Ich habe wirklich nur sehr wenige Platten gehört die so einen unglaublichen Drive wie diese geniale Aufnahme haben.

Auszug aus Wikipedia:
Septober Energy ist ein genre-übergreifendes Studioalbum, das Keith Tippett mit seinem Ensemble Centipede an drei Tagen im Juni 1971 einspielte. Produzent war Robert Fripp, der eigentlich – wie bei den Konzerten zuvor – auch als Gitarrist mitspielen sollte, aber bei den Aufnahmen so beschäftigt war, das er keine Gelegenheit zum Einsteigen fand .Nachdem Centipede bereits einige Konzerte absolviert hatte, erhielt Tippett einen Plattenvertrag von RCA. Mit dem gut eingespielten Ensemble spielte er für deren experimentelles Sublabel Neon die Suite Septober Energy ein. Dabei entstand eine „Musik von unglaublicher Weite“Die Suite bestand aus einer Vielzahl kleinerer Stücke, die jedoch auf dem Album nicht getrennt angezeigt wurden; vielmehr wurden formale Einheiten gebildet, die jeweils über eine ganze Plattenseite gingen. „Die Idee einer panstilistischen Musik auf die Spitze treibend“ (Ekkehard Jost), umfasst das Werk sowohl Free Jazz als auch Rockmusik-Passagen. Es enthält „Lieder und Hymnen, teils romantischen, teils politischen programmatischen Charakters“ ebenso wie an Ligeti erinnernde „Klangflächen-Strukturen und Modaljazz-Improvisationen“ sowie „choralartige Bläsersätze und vokale Afrikanismen. Dominierende Gestaltungsprinzipien sind Ostinati jedweder Provenienz sowie … langphasige SteigerungsanlagenEin erratischer, monumentaler Findling stand da plötzlich in der musikalischen Landschaft, schließlich war die Musik von Keith Tippett und seiner Großformation Centepede vom konventionellen Big Band-Sound mindestens ebenso weit entfernt wie von dem anderen, weit berühmteren weißen Doppelalbum der Popgeschichte.“[4]. Arte würdigte das Album als „eine schwergewichtige Jahrhundertaufnahme“ und „ein Kollektiverlebnis von außergewöhnlicher Intensität“. Billboard empfahl das Album 1974 und stellte heraus, dass es „eine Anzahl schöner Soli in jeder Kategorie“ umfassen würde.Von einem Großteil des Publikums und auch einem Teil der Kritik wurde die Musik von Centipede jedoch nicht verstanden und als verfehltes Experiment interpretiert. „Als das Album veröffentlicht wurde, hagelte es Kritik – was bis zu den CD-Wiederveröffentlichungen … so geblieben ist“. Beispielsweise ist für Ekkehard Jost das Album „ein recht widersprüchliches Werk.“ Für ihn stehen die verschiedenen „Elemente einer pluralistischen Musikkultur … relativ beziehungslos nebeneinander“, ohne dass eine „wechselseitige Durchdringung“ stattfände: „Das Ganze ist in diesem Fall kaum mehr als die Summe seiner Teile.“ [3]
Für die Jazzthetik klingt das Orchester „wie ein Duke Ellington-Orchester zu Zeiten der Carnegie-Hall-Konzerte“, wobei allerdings scheinbar „eine Hälfte der Musiker auf einem LSD-Trip und die andere in einer Urschrei-Therapie“ wäre. „Auf den vier »Movements« von Septober Energy ist alles Mögliche und Unmögliche zu hören – und das ist das Verdienst dieses Albums. Es hat die Hörkonventionen eines Teils seiner Zeitgenossen erweitert.“[7] Beispielsweise stellte für Mike Oldfield das Album eine maßgebliche Inspiration für seine Tubular Bells dar.[8]
Die Kritiker Richard Cook und Brian Morton bezeichneten das Werk im Penguin Guide to Jazz Recordings als „ein Meisterwerk oder ein Durcheinander, je nach persönlicher Meinung. Die Vision Tippetts eines gewaltigen Free Jazz-Ensembles, das die Spontaneität einer kleineren Formation haben sollte, funktioniere zwar nicht richtig, aber das Ganze sei auf seine Weise eine großartige Leistung“. Es sei nach Meinung der Autoren zwar „inzwischen unanhörbar und ein Album, über das mehr gesprochen würde, als dass es gehört würde, das aber als einzigartiger Augenblick in der modernen britischen Musik in Ehren gehalten würde

Prins Hendrik Hotel Amsterdam “ Chet Baker am Fenster“

Am 13. Mai 1988, verunglückte Chet Baker tödlich, als er aus einem Hotelzimmerfenster in Amsterdam stürzte. Im Hotelzimmer seien Spuren von Heroin-Konsum gefunden worden, berichtete die Presse und mutmaßte, dass Baker unter Drogeneinfluss die Kontrolle über sich verloren hatte. Auch Jahre später konnte über das Geschehene nur spekuliert werden: „Vielleicht wollte er nur das Fenster öffnen, wobei sich der Sicherheitsbügel löste. Er stürzte nach unten und hatte den Bügel noch in der Hand“, war elf Jahre nach Bakers Tod in der überregionalen niederländischen Zeitung „Algemeen Dagblad“ zu lesen, die damals, 1999, über die Anbringung einer Gedenkplatte für den Musiker an der Außenwand des Prins Hendrik Hotels in Amsterdam berichtete, in dem das Unglück sich ereignet hatte. Am einem 13., der ein Freitag war, übrigens. Die bronzene Gedenkplatte findet man links vom Hoteleingang und wenn ihr den Blick nach links nach oben zu den Hotelfenstern wendet seht ihr Chet Baker an seiner Trompete!!!!  (ein paar Bilder in der Gallery dazu)

 

 

Jazz au Comptoir

Liebe Friends of Enjoy Jazz,

Jazz! Jazz! Jazz! Was seit jeher für die Musiker des Enjoy Jazz Festivals gilt,
wird in diesem Jahr auch innerhalb der Reihe „Jazz au Comptoir“ abseits der Bühnen Gültigkeit besitzen, wenn sich im Côté Comptoir die Plattenteller drehen. Wer schon immer wissen wollte, was zu den ganz persönlichen musikalischen Highlights des Festivalteams und einiger seiner eng verbundenen Freunde aus den Bereichen Jazz und Anderes gehört, der darf gespannt die Ohren öffnen. In einem ganz besonders exklusiven Rahmen abseits der Alltagshektik werden wir während der Festivalspielzeit an fünf Abenden die Plattenkoffer öffnen. Dafür haben wir auch den perfekten Ort in Mannheim gefunden: Gregor Ruppenthals Bar Côté Comptoir fühlt sich genau so vertraut an wie das heimische Wohnzimmer und lädt zur musikalischen und kulinarischen Entdeckungsreise ein.

Termine:

Gerüchteküche Fr 05.10.18
Enjoy Jazz Team Fr 19.10.18
Friends of Enjoy Jazz Fr 26.10.18
Enjoy Jazz Team Fr 02.11.18
Enjoy Jazz Kuratorium Sa 10.11.18

Der Beginn ist jeweils um 22 Uhr in der Lameystraße 17 in 68165 Mannheim.

 

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Artist in Residence 2018 Archie Shepp endlich im Vorverkauf!

Liebe Friends of Enjoy Jazz,

die Karten für unseren Artist in Residence 2018, Archie Shepp, sind endlich in den Vorverkauf gegangen. Unserer Homepage könnt Ihr unter https://www.enjoyjazz.de/programm/artist-in-residence/ alle weiteren Informationen zu der Veranstaltungsreihe mit Shepp entnehmen.

 

Herzliche Grüße vom Enjoy Jazz Team

Enjoy Jazz Festival von Flight Network erneut zu einem der 29 besten Festivals in Europa gewählt!

Liebe Friends of Enjoy Jazz,

unser Festival wurde erneut vom Flight Network zu einem der besten Festivals in Europa gewählt. Diese Ehrung freut uns natürlich ungemein, ganz besonder im Hinblick auf unseren diesjährige zwanzigsten Geburtstag. Vielen Dank an das Flight Network von unserer Seite aus.

Wer den Beitrag lesen möchte, der kann dies hier tun:

29 of the Best European Music Festivals for 2018

Liebe Grüße von Eurem Enjoy Jazz Team

Programmvorstellung 20 Years of Enjoy Jazz

Liebe Friends of Enjoy Jazz,

speziell für euch findet auch in diesem Jahr eine Programmvorstellung statt. Festivalleiter Rainer Kern wird über das diesjährige Programm plaudern und dabei auch einige Hörbeispiele präsentieren!

Datum: Fr. 03.08.2018

Uhrzeit: 19.00 Uhr

Ort: Côté Comptoir, Lameystr. 17, 68165 Mannheim

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend mit Freunden und laden Euch gerne zur Begrüßung zu einem Glas Sekt ein. Anmeldung unter friends@enjoyjazz.de.

Herzliche Grüße vom gesamten Enjoy Jazz-Team

Cornelia Guckau